Den Anstoß zu Birkbrunn gab der hl. Josefmaria Escrivá, Gründer des Opus Dei, der auf der ganzen Welt zur Errichtung von Studentenheimen ermunterte. Er selbst hatte in den 1930er Jahren das Studentenheim Ferraz in Madrid als eine der ersten apostolischen Initiativen des Opus Dei ins Leben gerufen.

Sein Grundanliegen formulierte der hl. Josefmaria so: „Den Studenten und Arbeitern, die ich in den dreißiger Jahren um mich sammelte, pflegte ich zu sagen, sie müssten lernen, das geistliche Leben zu materialisieren. Ich wollte sie damit vor der Versuchung bewahren, eine Art Doppelleben zu führen: auf der einen Seite der Umgang mit Gott und auf der anderen Seite das familiäre, berufliche und soziale Leben.“

Escrivá wollte die jungen Leute zu einem christlichen Leben aus einem Guss führen und sie gerade Studium und Arbeit als Gelegenheit zur Begegnung mit Gott entdecken lassen. Die Arbeit als Weg der Nachfolge Christi ist Kern der Botschaft des Opus Dei. Birkbrunn versucht diese Botschaft den Studenten weiterzugeben und zu zeigen, was es heißt, die Arbeit aus Liebe zu Gott ernst zu nehmen, so mit fachlicher Kompetenz zum Wohl der Gesellschaft beizutragen und sich bei der Arbeit zu bemühen, die menschlichen und christlichen Tugenden auszuüben: Liebe, Geduld, Demut, Arbeitsamkeit, Dienstgesinnung, Gerechtigkeit, Freude usw.

In einer Umfrage, die vor kurzem unter ehemaligen Heimbewohnern durchgeführt wurde, wurde so auch von allen diese „sehr positive Einstellung zur Arbeit“ als ganz wesentliches Learning aus ihrer Zeit in Birkbrunn herausgestrichen.